Der Smart-Meter-Rollout bezeichnet den gesetzlich geregelten, schrittweisen Einbau intelligenter Messsysteme in deutschen Haushalten und Unternehmen. Grundlage ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), das seit 2017 den Austausch alter Stromzähler gegen digitale Zähler vorschreibt. Ziel ist die Digitalisierung als Voraussetzung für die Energiewende.
Diese Ziele sollen durch den Rollout der Smart Meter erreicht werden: Transparenz – Verbraucher sehen mit dem Smart Meter genau, wann sie wie viel Energie aus dem Netz verbrauchen. Dynamische Energietarife, die sich an den Preisen der Strombörse orientieren, können nur mit Smart Meter genutzt werden. Stichwort Netzstabilität: Zur Entlastung der Stromnetze können die Netzbetreiber Verbrauch und Erzeugung aufeinander abstimmen und optimieren, wodurch das Stromnetz entlastet wird. Und über das Gateway können Energieverbraucher, also Geräte wie Wärmepumpen und Wallboxen, ferngesteuert werden. Dies erlaubt reduziert Netzentgelte.
Die Bundesnetzagentur erhebt regelmäßig die Ausstattungsquote der Haushalte mit einem Smart-Meter. Bundesweit sind bislang den Daten der BNetzA zufolge 5,9 Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet – Ende September 2025 waren es 3,8 Prozent. Bis Ende 2028 müssen mindestens 50 %, bis Ende 2030 mindestens 95 % und bis spätestens 2032 müssen alle Haushalte in Deutschland mit einem digitalen Stromzähler ausgestattet sein, so die Zielsetzung. [1]