Eine Zeitreise durch ein Jahrhundert.

Diese Seite ist eine Zeitreise. Durch ein Jahrhundert IFA. Durch Jahrzehnte technologischer Sprünge, Geschichten einer ganzen Branche und Entwicklungen, die unseren Alltag bis heute prägen.

Von der ersten „Großen Deutschen Funk-Ausstellung“ 1924 bis zur weltweit führenden Messe für Consumer Electronics und Home Appliances – ein Streifzug durch die wichtigsten Stationen.

KI-bearbeitet

Von der »Großen Deutschen Funk-Ausstellung« zur Welt-Messe.

Im Dezember 1924 öffnete in Berlin die „Große Deutsche Funk-Ausstellung“ zum ersten Mal ihre Tore. Was als Schaufenster einer jungen Rundfunktechnologie begann, entwickelte sich über ein Jahrhundert zur weltweit führenden Messe für Consumer Electronics und Home Appliances. Die GFU – Inhaberin der Markenrechte an der IFA – hat anlässlich des 100-jährigen Jubiläums die wichtigsten Stationen dieser außergewöhnlichen Messegeschichte zusammengetragen.

Schwarzweiß-Foto: voller Parkplatz vor Messegebäude mit Flaggen verschiedener Länder bei historischer IFA-Funkausstellung

1924–1933:

Die Anfänge

Mit 242 Ausstellern und 180.000 Besuchern eröffnet im Dezember 1924 die erste „Große Deutsche Funk-Ausstellung“ in Berlin. In den folgenden Jahren entstehen Detektorgeräte, die ersten Röhrenempfänger und der Berliner Funkturm. Albert Einstein hält 1930 die Eröffnungsrede, ein Jahr später startet das erste elektronische Fernsehgerät. Die erste IFA-Dekade legt den Grundstein für ein Jahrhundert Branchengeschichte.

1934–1949:

Höhepunkt und Bruch.

In der zweiten Dekade erreicht die Funkausstellung neue Dimensionen: 500.000 Besucher kommen 1935, das erste öffentliche Fernsehprogramm der Welt startet, die Olympischen Spiele 1936 werden in Berliner Fernsehstuben übertragen. Doch mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 endet eine Ära. Zehn Jahre lang findet keine Funkausstellung statt – während sich Technologien wie das Magnetophonband, der Transistor und der erste vollelektronische Computer im Verborgenen weiterentwickeln.

1950–1959:

Das Wirtschaftswunder kommt ins Wohnzimmer.

Die erste Funkausstellung der Nachkriegszeit findet 1950 in Düsseldorf statt: Das Fernsehen wird in diesem Jahrzehnt zum Massenmedium. Tagesschau, HiFi-Begriff und Sputnik prägen die Branche. Parallel dazu verändern Erfindungen wie die erste vollautomatische Waschmaschine, der erste Einbau-Kühlschrank und der erste Waschautomat den Alltag in deutschen Haushalten.

1960–1969:

Rückkehr nach Berlin. Farbe für alle.

Die 60er sind die Dekade, in der das Fernsehen seine heutige Form findet. 1961 kehrt die Funkausstellung trotz Mauerbau nach Berlin zurück. 1963 wird die Compact-Cassette vorgestellt, 1967 startet das PAL-Farbfernsehen mit Vizekanzler Willy Brandt am Knopf. Zwei Jahre später verfolgt die BRD die Mondlandung in Farbe: ein technisches Versprechen für die Zukunft des Mediums.

1970–1979:

Eine Dekade voller Premieren

Die 70er sind die Dekade, in der die Branche ihre heutige Gestalt findet. 1971 öffnet sich die Funkausstellung für internationale Aussteller, wird zur „Internationalen Funkausstellung“ und der Funk Otto erblickt als ikonisches Signet das Licht der Welt. 1973 wird die GFU gegründet. Während die Farbfernseher den Markt erobern, entstehen Apple, Microsoft, der CD-Spieler und der Walkman – Erfindungen, die unsere Welt bis heute prägen.

1980–1989:

Vom Walkman zum Game Boy.

Die 80er beginnen mit der digitalen Revolution: CD, Camcorder und die ersten Privatsender SAT.1 und RTL plus erobern den Markt. 1983 erscheint das erste Mobiltelefon – 800 Gramm schwer, 33 Zentimeter lang. Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet 1985 die IFA und mahnt zum Aufbruch in die Informationsgesellschaft. Am Ende der Dekade fällt die Mauer – und ein neues Kapitel beginnt.

1990–1999:

Das Jahrzehnt der Digitalisierung.

1991 findet die erste gesamtdeutsche IFA seit Jahrzehnten statt – und wird erstmals als „Weltleitmesse“ bezeichnet. In den folgenden Jahren beginnt die digitale Revolution: Das CERN gibt 1993 das World Wide Web frei, MP3 wird 1995 vom Fraunhofer Institut getauft, die ersten Plasma-TVs und DVD-Spieler erscheinen, Amazon und Google werden gegründet. Eine Dekade, in der Fernsehen, Computer und Telekommunikation zusammenwachsen.

2000–2009:

Die IFA findet ihre heutige Form.

Diese Dekade verändert die IFA grundlegend. 2005 beschließt die GFU als Markeninhaberin gemeinsam mit der Messe Berlin den Wechsel vom zweijährigen zum jährlichen Rhythmus. 2008 wird die Messe erstmals um Elektro-Hausgeräte erweitert – aus der reinen Unterhaltungselektronik-Messe wird die Plattform für Consumer und Home Electronics. Parallel verändert sich auch die Technik: Flachbildschirme verdrängen die Bildröhre, HDTV setzt sich durch, das erste Smartphone wird vorgestellt.

2010–2019:

Die Wohnung wird vernetzt.

2010 feiert die IFA ihre 50. Ausgabe – und tritt in die Dekade der Smart Home-Revolution ein. Streaming-Dienste wie Netflix (2014) verändern den TV-Konsum, KI-Assistenten wie Alexa und Siri ziehen in die Wohnzimmer ein. Die IFA reagiert: Mit dem „Startup Day“, neuen Bereichen wie „Fitness & Activity“ und der Erweiterung um „Smart Home“ wird sie zur Plattform für ein vernetztes Leben. Am Ende der Dekade präsentiert sie die ersten 5G-Endgeräte und faltbare Smartphones.

2020–2026:

Innovation Für Alle.

2020 bringt die Corona-Pandemie den größten Einschnitt der IFA-Geschichte. Während die Messe pausiert oder begrenzt stattfindet, wächst die Branche stark – das Zuhause wird zum Lebensmittelpunkt. 2022 gründen die GFU als Markeninhaberin und Clarion Events die IFA Management GmbH und sichern damit den Traditionsstandort am Berliner Funkturm. 2024 feiert die IFA ihren 100. Geburtstag mit dem neuen Claim „Innovation Für Alle“ – ein Aufbruch in die zweite Jahrhunderthälfte.

Eine Geschichte ergänzt die andere

Ein Jahrhundert IFA. Über 50 Jahre GFU.

Die Geschichte der IFA reicht über 100 Jahre zurück, davon hat die GFU über die Hälfte der Zeit begleitet, mitgestaltet und geprägt. Seit 1973 ist die Branchen-Organisation Markeninhaberin der Messe und bringt ihre Formate, ihren Rhythmus und ihre Inhalte voran. Vom Jahresrhythmus (2005) über die Hausgeräte-Erweiterung (2008) bis zum Joint Venture mit Clarion Events (2022) – die Entwicklung der IFA in den letzten Dekaden ist auch eine Geschichte der GFU.

Wer die IFA verstehen will, sollte auch die GFU kennen. Unsere ausführliche GFU-Historie führt Sie durch über 50 Jahre Branchenarbeit: Meilenstein für Meilenstein.

IFA Innovation For All

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Hundert Jahre und kein Stillstand: Die IFA bleibt, was sie immer war: Spiegel der Branche, Bühne der Innovation, Treffpunkt der Welt. Vom 4. bis 8. September 2026 schreiben wir das nächste Kapitel – denn: The Future is now.