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GFU-Studie: 26. Februar 2026

KI verändert Einkaufsprozess

Frankfurt am Main, 26.02.2026 – Wie verändern sich Kaufentscheidungen im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz? Der zweite Teil der im Januar durchgeführten GFU-Studie liefert dazu aufschlussreiche Antworten. Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der GFU Consumer & Home Electronics GmbH von YouGov unter 2.002 Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland durchgeführt.

KI-basierte Chatbots sind heute von über zwei Dritteln der Befragten fest in den Alltag integriert. Besonders deutlich wird dabei die Rolle der KI bei der Informationsbeschaffung: Über alle Altersgruppen hinweg nutzen 69 Prozent generative KI-Modelle vor allem, um sich schnell und gezielt zu informieren – ein klarer Hinweis auf das Potential digitaler Assistenzsysteme auch im konsumbezogenen Entscheidungsprozess. Bereits heute setzt rund ein Viertel digitale Assistenten bei der Produktrecherche oder Kaufberatung ein (24 %), Menschen über 55 Jahren sogar überdurchschnittlich (29 %).

Kaufneigung von Personen, die auf KI-gestützte Einkaufsberatung setzen

Konsument:innen, die heute schon im Kontext des Einkaufs KI-Systeme einsetzen, sind grundsätzlich Tech-affin und erwerben besonders häufig IT-Produkte wie Laptops, Tablets oder PCs online (70 %). An zweiter Stelle stehen Smartphones und Telekommunikationsgeräte (65 %), gefolgt von Haushalts-Kleingeräten wie Kaffeemaschinen oder Mixern (64 %).

KI beim Einkauf

KI, mein Berater und Helfer

Die Bindung an KI-Assistenzen ist bemerkenswert: Fast drei Viertel der Befragten (73 %), die KI heute nutzen, können sich vorstellen, künftig noch häufiger mit dieser zu interagieren. Der Wegfall virtueller KI-Assistenzen wäre für jeden Zweiten der heutigen Nutzer (53%) sogar ein spürbarer Verlust. 41 % der Befragten empfinden KI manchmal sogar wie einen Gesprächspartner.

Die große Mehrheit der Befragten blickt optimistisch auf KI: nahezu neun von zehn Nutzern (88 %) sind überzeugt, dass generative KI-Modelle künftig selbstverständlich zum Alltag gehören werden. Deutlich über die Hälfte der Nutzer sehen mehr Chancen als Risiken in KI (63 %), und glauben, dass KI die Lebensqualität verbessern wird (62 %). Gleichzeitig gibt es auch eine kritische Auseinandersetzung: 72 % sorgen sich vor Fehlinformationen durch KI, und 80 % fordern eine stärkere gesellschaftliche Diskussion über den Umgang mit dieser Technologie.

KI wird zum Shopping-Begleiter

„Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass KI beim Einkaufsverhalten eine zunehmende Rolle spielt“, fasst Chardon zusammen. „Gerade beim Sondierungs- und Kaufprozess ist KI künftig unverzichtbar. Damit besteht die Notwendigkeit für Handel und Marken, Produktinformationen und Angebote für digitale Assistenten auffindbar und von KIs aufgreifbar zu gestalten. Gleichzeitig werden die populärsten KIs zum Nadelöhr für die Erreichbarkeit der Kunden – KI-Optimierung ist das neue SEO/SEA.“, beschreibt Chardon als Fazit der GFU-Studie für die Branchen. „KI wird dabei nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungen wahrgenommen, sondern als unterstützender, effizienter Sparring Partner.“

Für Unternehmen bedeutet das auch: Wer Vertrauen aufbauen will, sollte Transparenz, Verständlichkeit und echten Mehrwert in den Mittelpunkt seiner digitalen Angebote stellen.

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Portrait von Marie-Charlotte von Heyking, Pressesprecherin von GFU
Ihr direkter Kontakt: Marie-Charlotte von Heyking marie.vonheyking@gfu.de

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