Historie der GFU

Über 50 Jahre Branchenentwicklung.

Die GFU wurde 1973 gegründet, mit dem Auftrag, die Branche durch Messen und Öffentlichkeitsarbeit sichtbar zu machen. Seitdem hat sich vieles verändert: Aus Farbfernsehern wurden Smart-Home-Systeme, aus Plattenspielern Streamingdienste, aus dem Volksempfänger Sprachassistenten. Was geblieben ist: die Verbindung zwischen Industrie, Handel, Medien und Politik und der Anspruch, der Branche eine gemeinsame Stimme zu geben. Begleiten Sie uns durch fünf Jahrzehnte Branchen-, Technik- und Markenentwicklung.

1973

Drei Buchstaben. Eine Idee.

Am 6. Juni 1973 schließen sich elf führende Unternehmen der Unterhaltungselektronik in Frankfurt am Main zusammen und gründen die „Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik“ – kurz: GFU. Eine Zeit, in der Farbfernseher gerade in die Wohnzimmer einziehen, der Plattenspieler regiert und die ersten Videorekorder kommen. Ihre Mission: die Branche durch Messen und Öffentlichkeitsarbeit sichtbar zu machen.

Stadtstraße 1970er mit Autos, Hochhäusern (AEG-Telefunken, Union), historischen Kirche im Hintergrund – GFU Historie, 1973 KI-generiert
Sekretärin 1986 bedient Faxgerät im Büro mit PC, Kalender an der Wand und Schreibtischunterlagen (GFU Historie) KI-generiert

1986

Vom Empfangen zum Senden.

13 Jahre nach Gründung wird der Name angepasst: Aus der „Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik“ wird die „Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik“. Der Grund ist ein technologischer: Die Gesellschafter haben ihr Produktportfolio um Kommunikationselektronik erweitert. Telefone, Faxgeräte und erste Mobiltelefone halten Einzug. Die GFU entwickelt sich weiter – aus der reinen Unterhaltung wird ein umfassenderer Anspruch.

Besuchergruppe vor Eingang der Internationalen Funkausstellung 2005, rotes Messebanner, Treppen und Menschenansammlung

2005

Der neue Takt der Branche.

Mit der Anpassung des IFA-Rhythmus von zwei- auf einjährig reagiert die GFU auf eine neue Realität: Die Innovationsdynamik der Consumer Electronics hat sich beschleunigt. Produkte werden schneller entwickelt, Trends wechseln in kürzeren Zyklen, der Markt verlangt Aktualität. Die IFA wird zur Bühne der Innovationen, und die GFU zum Taktgeber dieses Rhythmus.

Kundengespräch 2006: Zwei Kunden vergleichen Fernseher im Elektronikmarkt, Verkäufer zeigt Prospekt und Modelle KI-generiert

2006

Drei Formate. Ein Sprungbrettjahr.

2006 wird ein entscheidendes Jahr für die GFU-Branchenkommunikation. Drei neue Formate starten parallel: Der CEMIX – Consumer Electronics Market Index – erscheint erstmals. Ein Gemeinschaftsprojekt von GFU, dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und GfK Retail and Technology, das fortan quartalsweise die Marktentwicklung der Consumer Electronics dokumentiert.

Parallel startet die erste internationale Pressekonferenz im Vorfeld der IFA. Das jährliche Event findet an wechselnden Standorten mit globaler Ausstrahlung statt und bringt die Branche schon Monate vor der Messe ins Gespräch.

Und mit den Pocket Guides entsteht ein drittes Format: Gemeinsam mit dem BVT und wechselnden Branchenpartnern veröffentlicht die GFU aktuelle, neutrale Einkaufsberater – als Informationsbasis für Verbraucher und als Abverkaufshilfe für den Handel.

Drei Initiativen, ein gemeinsames Ziel: Wissen teilen, Markt erklären, Branche verbinden.

Weiße Frontlader-Waschmaschine (Siemens) in Waschküche mit gefalteten Handtüchern und Regal mit Waschmittel

2008

Die Messe erweitert sich.

Mit der IFA 2008 öffnet sich die Messe für Elektro-Haushalt-Groß- und -Kleingeräte – Waschmaschinen, Kühlschränke, Kaffeemaschinen ziehen erstmals in die Berliner Messehallen ein. Diese strategische Erweiterung erweist sich schon bald als goldrichtig und haucht der IFA einen neuen Geist ein: Fortan wird in den Messehallen unterm Funkturm gekocht und verköstigt, Kaffee gereicht und Beauty Produkte ausprobiert.
Consumer Electronics und Hausgeräte werden zunehmend als ein gemeinsamer Markt verstanden. Die GFU folgt dieser Logik und erweitert bald darauf ihren Gesellschafterkreis um Unternehmen der Elektro-Hausgeräte-Industrie.

Rotes Würfelobjekt mit stilisiertem Kopfsymbol auf offener Hand vor grünem Hintergrund, Nahaufnahme, 2010

2010

Ein halbes Jahrhundert IFA.

Mit der 50. IFA wird Branchengeschichte zur Ausstellung. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth eine Sonderausstellung, die den Bogen vom ersten Volksempfänger bis zum HD-Fernseher schlägt. Ein Blick zurück auf fünf Jahrzehnte technologischer Sprünge – und ein Beleg dafür, wie die IFA Branchenmomente in kollektive Erinnerung verwandelt.

Präsentation 2012: Redner auf roter Bühne vor Publikum zeigt Smart-Interaction-Bildschirm mit TV-Oberfläche und Grafiken

2012

Wissen wird zum Format.

Mit den „gfu Insights & Trends“ startet 2012 ein neues Expertenformat: ein jährlicher Treffpunkt, der aktuelle Branchenthemen einordnet und Perspektiven aus Industrie, Handel und Forschung zusammenbringt. Im Anschluss an die fachlichen Einblicke folgt die „gfu Media Night“ – ein informeller Rahmen, in dem Branche und Medien zusammenkommen. Aus einem Veranstaltungsformat wird über die Jahre eine feste Größe im Branchenkalender.

Konferenzbühne 2014 mit großem weißen 'gfu'-Logo, roter Beleuchtung und Publikum im Vordergrund

2014

Ein Logo. Eine Branche. Ein Selbstverständnis.

Mit dem neuen GFU-Logo und dem Deskriptor „Consumer & Home Electronics“ wird sichtbar, was sich seit 2008 entwickelt hat: Die Branche ist zusammengewachsen. Was lange als „braune“ und „weiße“ Ware getrennt gedacht wurde – Unterhaltungselektronik hier, Hausgeräte dort – steht nun unter einem gemeinsamen Dach. Die GFU folgt dieser Realität auch im Namen: Ab 2015 firmiert sie offiziell als „GFU Consumer & Home Electronics“.

Elektronikfachgeschäft 2017: Ausstellung mit Küchengeräten, Staubsaugern, Kaffeemaschinen und Rasierern auf Verkaufstischen

2017

Aus CEMIX wird HEMIX.

Was 2006 als Consumer Electronics Market Index startete, wird 2017 zum Home Electronics Market Index erweitert: Elektro-Groß- und Kleingeräte ziehen in die Erhebung ein. Aus dem CEMIX wird der HEMIX – ein Marktindex, der nun den gesamten privaten Home Electronics Markt in Deutschland abbildet. Eine logische Konsequenz aus der bereits 2008 zusammengewachsenen Branche – und ein Datenwerk, das bis heute Quartal für Quartal die Marktentwicklung dokumentiert.

Konferenzraum mit langem Tisch, Stühlen, großen Fenstern und Pendelleuchte – modernes Büro, GFU Historie 2020 KI-bearbeitet

2020

Ein neues Zuhause im Westend.

Die GFU bezieht neue Büroräume im Frankfurter Westend. Mit dem Umzug in die Bockenheimer Landstraße findet die Gesellschaft einen Standort, der zur gewachsenen Branche passt – zentral, international vernetzt, mit kurzen Wegen zu Partnern aus Industrie und Medien.

Skyline von London bei Sonnenuntergang mit Gherkin, The Leadenhall Building und modernen Wolkenkratzern

2022

Eine neue Partnerschaft.

Mit der Gründung der IFA Management GmbH entsteht ein Joint Venture zwischen der GFU und dem britischen Event-Veranstalter Clarion Events. Die Verantwortung für die operative Ausrichtung der Internationalen Funkausstellung wird auf eine neue Grundlage gestellt: deutsche Branchenexpertise trifft internationale Messeerfahrung. Die GFU bleibt Eigentümerin der Marke IFA und gewinnt einen Partner, der die globale Strahlkraft der Messe weiter ausbauen wird.

Großes digitales Porträt von Albert Einstein auf Leinwand, im Vordergrund Person fotografiert mit Smartphone, Ausstellung 2024

2024

100 Jahre Messegeschichte.

Die IFA feiert ein großes Jubiläum: 100 Jahre Internationale Funkausstellung. Was 1924 in Berlin als „Große Deutsche Funkausstellung“ begann, hat sich über ein Jahrhundert zu einer der wichtigsten Plattformen für Consumer und Home Electronics weltweit entwickelt. Vom Volksempfänger zur Künstlichen Intelligenz, vom Schwarz-Weiß-Fernseher zum Smart Home – die IFA hat alle technologischen Wendepunkte der Branche begleitet und mitgeprägt.

Zum Jubiläum erhält die Messe einen neuen Namen: Aus der „Internationalen Funkausstellung“ wird offiziell „IFA – Innovation Für Alle“. Eine bewusste Entscheidung der GFU als Markeninhaberin, die zeigt, was die drei Buchstaben heute bedeuten und die Markenidentität für das nächste Jahrhundert klar definiert.

Mehr zur faszinierenden Geschichte der IFA finden Sie hier.

Carine Chardon vor pinker Bühnenwand mit Text, stehende Porträtaufnahme, GFU Historie 2025

2025

Neue Geschäftsführerin. Vertraute Linie.

Mit Carine Chardon übernimmt eine erfahrene Branchenstimme die Geschäftsführung der GFU. Mit langjähriger Erfahrung in der Tech- und Medienbranche bringt sie einen klaren Blick auf die Verbindung von Industrie, Handel, Politik und Öffentlichkeit – und setzt die Linie der GFU als zentralem Branchen-Knotenpunkt fort. Aus Tradition wird Zukunft.

Weiter in der Zeit

Eine Geschichte, die noch weiter zurückreicht.

Die Geschichte der IFA reicht über ein Jahrhundert zurück. Als Markeninhaberin ist die GFU tief mit der Funkausstellung verbunden, die seit 1924 die Branche begleitet, prägt und sichtbar macht. Vom Volksempfänger zur Künstlichen Intelligenz, vom MP3-Player zum Smart Home: Die IFA hat alle großen technologischen Sprünge abgebildet und dokumentiert.

Wer die GFU verstehen will, sollte auch die IFA kennen. Unsere ausführliche IFA-Historie führt Sie durch neun bewegte Dekaden – mit Bildern und Geschichten aus jeder Zeit.